| Physische oder Internet-Piraterie? |
Generell wird zwischen physischer und Internet-Piraterie unterschieden. Die physische Piraterie betrifft illegal hergestellte Tonträger, also CDs/DVDs/Tonbänder und die guten alten Vinylplatten. Internet-Piraterie findet sich in P2P-Systemen ("Tauschbörsen"), Webseiten, FTP-Servern, Hostingsites, Chatnetzen und dem eher unbekannterem Usenet oder in Form von Podcasts wieder. |
| Physische Piraterie
Die Kopie einer CD für das Auto, die Sicherheitskopie für den Fall, daß sich eine regulär gekaufte CD in Luft auflöst... Was ist erlaubt, was ist illegal und verletzt die Urheberrechte der Künstler, der Labels oder der Tonträgerhersteller? Verschiedene Formen der Vervielfältigung von CDs/DVDs sind: Raubpressung, Identfälschung und Bootleg. |
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| Raubpressung, Identfälschung oder Bootleg? |
Eine Raubpressung ist eine Kopie eines vorbestehenden Originaltonträgers. Hierbei werden häufig einzelne Titel von verschiedenen Tonträgern zu einer Compilation zusammengefasst. Eine Sonderform der Raubpressung sind die sog. Disco-Mixe, bei denen ein ununterbrochener Zusammenschnitt der Titel erfolgt, häufig unterlegt mit einem durchgehenden Musiktakt. Raubpressungen werden unter einem neuen Label vertrieben. Bei einer Identfälschung wird nicht nur die Musik des Originaltonträgers kopiert, sondern auch dessen äußeres Erscheinungsbild, wie CD-Aufdruck und Booklet. Ein weitere Form der physischen Piraterie besteht im 'Bootlegging', also dem Erstellen einer CD aus einer vornehmlich bei Liveauftritten der Künstler mitgeschnittenen Performance. Was früher mit billigen Aufnahmegeräten und auf Kassetten oder LPs kopierten Aufnahmen begann, wird heute meist mit sehr hochwertigen Recordern oder sogar einer Aufnahme über dem vom Tontechniker der Veranstaltung eingesetzten Mischpult fortgeführt. Diese Aufnahmen werden oft auf CDs kopiert oder über das Internet sehr schnell über die ganze Welt verteilt. |
| Erkennungsmerkmale? |
Die typischen Erkennungsmerkmale eines gefälschten Tonträgers stellen wir Ihnen hier vor. Die proMedia wirkt in Zusammenarbeit mit dem Zoll bspl. bei Grenzbeschlagnahmen mit. Auch Flohmärkte werden regelmäßig von unseren Mitarbeitern besucht. Desweiteren besteht eine enge Zusammenarbeit mit verschiedenen über dem Bundesgebiet verteilten Presswerken. Hier wird bei unangekündigten Besuchen unserer Mitarbeiter von jeder Maschine eine Arbeitsprobe entnommen und bestimmte eindeutige Merkmale in einer forensischen Datenbank erfasst. |
| Internet-Piraterie
Die proMedia durchsucht täglich das Internet nach Urheberrechtsverletzungen im Musikbereich. Dies erfolgt manuell und in immer größerem Ausmaß auch automatisiert. Hierbei werden u.a. Internetseiten nach bestimmten Merkmalen durchsucht. Angefangen bei der immer noch oft eingesetzten Hintergrundmusik bis zu Seiten, wo oft die aktuellen Top100-Titel angeboten werden. Die immer beliebter werdenden Uploadservices werden hierbei auch erfasst. | |
| FTP-Server sind ein beliebtes Ziel! |
FTP-Server, die oft große Datenmengen vorrätig halten, sind ein beliebtes Ziel unserer Mitarbeiter. Teilweise werden diese Server ohne das Wissen des eigentlichen Domaininhabers betrieben (sog. STRO-Server). Um Kenntnis über solche Aktivitäten zu erlangen, die i.a. in geschlossenen Gesellschaften stattfinden, melden sich die Mitarbeiter in einschlägigen Foren an. Chatsysteme wie IRC mit ihren hunderten von Servern und Tausenden von Channels werden regelmäßig gescannt. Selbstentwickelte Bots durchsuchen die Chaträume nach bestimmten Schlüsselwörtern und erstellen Protokolle über die Suchergebnisse. Eine der Schnittstellen von physischer und Internet-Piraterie sind Internetauktionshäuser wie eBay, Hood und Feininger. Teilweise in enger Zusammenarbeit mit diesen Firmen werden illegale Inhalte (in der Regel der Verkauf von illegalen Tonträgern) gefiltert und entfernt. |
| Der größte Anteil: P2P |
Der größte Anteil der Piraterieverfolgung im Internet fällt dem P2P-Bereich zu. Bei schätzungsweise zur Zeit gut ein Dutzend bekannten Protokollen und den damit verbundenen etwa 150 bekannten Client-Programmen keine Überraschung. Die bekanntesten und größten Tauschbörsen sind hierbei:
Die proMedia bearbeitet aber nicht nur die großen und bekannten Netzwerke, sondern auch kleinere wie Ares und Soulseek. Eine besondere Bedeutung kommt der Recherche nach neuen Entwicklungen im P2P-Bereich zu. So werden frühzeitig Trends im Userverhalten erkannt und entgegengewirkt. Auch die sog. "völlige Anonymität" versprechenden Tauschbörsen wie Mute, Warez oder Freenet sind keineswegs so anonym, wie sie angepriesen werden. |
| Digital File Check |
Ahnungslosen Eltern, die jetzt besorgt an den Rechner ihrer Kinder denken, steht jetzt ein Programm zur Verfügung, mit dem sie leicht den Computer nach P2P-Programmen und im Zusammenhang damit freigegebene Dateien durchsuchen können. DigitalFileCheck wird in wenigen einfachen Schritten installiert und liefert innerhalb kürzester Zeit Ergebnisse: DigitalFileCheck ist hier kostenlos erhältlich. |